sexuell übertragbare Krankheiten
Sex kann Spaß machen und zum Wohlbefinden beitragen, aber auch Risiken mit sich bringen.
Zum Beispiel Krankheiten, mit denen man sich dabei anstecken kann - manchmal schon beim Küssen.
Zu diesen sexuell übertragbaren Krankheiten gehören neben HIV, Tripper oder Syphilis z. B. auch Hepatitis, Chlamydien-Infektionen oder Feigwarzen.
Die schlechte Nachricht: Viele
dieser Krankheiten bemerkt man zuerst überhaupt nicht. Sie
können dnn in aller Stille den Körper schädigen und
unbemerkt an andere weitergegeben werden. Wenn man sie nicht
rechtzeitig entdeckt und behandelt, kann es zu schweren, zum Teil
lebensbedrohlichen Gesundheitsschäden kommen. Außerdem
erhöhen sexuell übertragbare Krankheiten das Risiko einer
HIV-Übertragung, und HIV-Positive sind anfälliger dafür.
Die gute Nachricht: Sexuell übertragbare
Krankheiten lassen sich gut und effektiv behandeln, wenn sie
rechtzeitig erkannt werden und sich auch die Sexpartner mitbehandeln
lassen. Außerdem kann man durch Safer Sex das Risiko einer
Ansteckung senken, und gegen manche Krankheiten gibt es eine Impfung.
Hier geben wir dir nun einen Überblick mit den wichtigsten Informationen.
Allgemein
Woran bemerkst du eine sexuell übertragbare Krankheit ?
Mögliche Anzeichen sind:
- Ausfluss aus Schwanz oder Hintern
- Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen, Juckreiz der Harnröhre
- Blut oder Schleim im Stuhl, Verfärbung von Urin oder Stuhl, Schmerzen beim Stuhlgang
- wiederkehrende Durchfälle, eventuell im Wechsel mit Verstopfung
- Schmerzen an Penis, Hoden oder Hintern, Schwellung der Hoden
- Bläschen, Knötchen, Warzen und offene
Stellen an Genitalien, Mund, Hintern oder am ganzen Körper
- Rötungen oder weißliche bis gelbliche
Beläge im Mund, am Schwanz oder am Hintern nach Oral- oder Analsex
- ungewöhnliche Hautveränderungen, Ausschläge, Rötungen, Juckreiz
- geschwollene Lymphknoten in der Leiste und / oder an anderen Stellen
- starker Juckreiz, z. B. an den Schamhaaren und anderen behaarten Stellen
- länger anhaltendes Druckgefühl im Bauch, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit
- anhaltende Abgeschlagenheit oder Müdigkeit
- unklares Fieber
Wenn du solche Symptome an dir beobachtest, lasse dich von einem Arzt
untersuchen - auch dann, wenn die Veränderungen von alleine wieder
verschwinden. Der Arzt kann die Ursache abklären und dich im Fall
des Falles behandeln.
Was ist bei der Behandlung zu beachten ?
Die verordnete Therapie "durchziehen" und sie nicht
vorher abbrechen. Sonst kann es zu einem Wiederauftreten der Krankheit
und zu Resistenzen kommen. Die Erreger sind dann unempfindlich gegen
die Medikamente und können nicht mehr gut bekämpft werden.
Den Partner oder die Sexpartner der letzten Zeit informieren, damit
auch sie sich untersuchen und behandeln lassen können. So
vermeidet man die gegenseitige Wiederansteckung.
Wie kann ich sexuell übertragbare Krankheiten vermeiden ?
De meisten sexuell übertragbaren Krankheiten
können sehr leicht weitergegeben werden, manche schon durch
Küssen oder bei bloßem Hautkontakt. Einen hundertprozentigen
Schutz gibt es daher nicht, es sei denn, man hat gar keinen Sex mit
anderen. Umso wichtiger ist es, sexuell übertragbare Krankheiten
früh zu erkennen und zu behandeln - auch bei den Sexpartnern.
Wenn du häufig Sex mit wechselnden Partnern hast, solltest du dich
regelmäßig untersuchen lassen, möglichst einmal pro
Vierteljahr, mindestens ein- bis zweimal pro Jahr.
Außerdem gilt:
- Kondome schützen vor HIV und verringern das
Risiko einer Ansteckung mit anderen Krankheiten. Für jeden neuen
Partner
ein neues Kondom überziehen - das
gilt auch, wenn man Dildos von oder bei anderen Partnern benutzt.
- Eine Impfung schützt vor Hepatitis A und B.
- Beim Fisten für jeden neuen Partner einen neuen Handschuh und das eigene Gleitgel verwenden.
- Auf Hygiene achten: Manche Erreger können z.
B. auch übertragen werden, wenn mehrere Personen in denselben
Gleitmitteltopf greifen, wenn man
mehrere Partner fingert oder wenn man Sperma "verteilt". Nach dem Sex
Hände, Schwanz
und Hintern waschen oder duschen - das kann das Übertragungsrisiko senken.
- Kontakt mit entzündeten oder geröteten
Hautstellen, Warzen, Geschwüren und Herpesbläschen meiden und
Sexpartner
wenn möglich darauf ansprechen.
Noch Fragen ? - Melde dich bei uns !
Die Infomationen stammen aus der Broschüre "Sexuell übertragbare Krankheiten" der Deutschen AIDS-Hilfe e. V.