HIV und AIDS

HIV schwächt das körpereigene Abwehrsystem gegen Krankheitserreger, schädigt Organe und kann zu AIDS führen.
Mit Medikamenten gegen die Virusvermehrung kann man das Ausbrechen von AIDS für lange Zeit verhindern, und bereits aufgetretene Symptome können sich zurückblden.

Symptome und Verlauf
Kurz nach einer Ansteckung vermehrt sich das HI-Virus vorübergehend sehr stark. Die Ansteckungsgefahr für andere ist dann besonders hoch.
Etwa zwei bis sechs Wochen nach der Infektion können grippeähnliche Beschwerden und Fieber, Lymphknotenschwellungen oder Hautausschläge auftreten. Diese Krankheitszeichen verschwinden nach einiger Zeit wieder. Danach folgen meist einige Monate oder Jahre ohne Symptome. Das Virus vermehrt sich aber weiter und schädigt das Immunsystem und die Organe.
Irgedwann können Symptome auftreten, z. B. lang anhaltende Lymphknotenschwellungen an mehreren Stellen, Durchfälle und starker Nachtschweiß.
Im Stadium AIDS ist das körpereigene Abwehrsystem so schwach, dass es zu schweren, zum Teil lebensbedrohlichen Infektionen und Tumoren kommt.

Übertragung
Besonders ansteckend sind Blut, Samenflüssigkeit, Vaginalsekret, die Darmschleimhaut, Eiter (z. B. in der Harnröhre bei einem Tripper), die Flüssigkeit in Herpesbläschen und Syphilisgeschwüre von HIV-Positiven, weil die VIrusmenge hier besonders groß ist.
Bei Männern, die Sex mit Männern haben, wird HIV am häufigsten beim Sex ohne Kondom übertragen. Beim ungeschützenten Analverkehr, und zwar sowohl vom Aktiven auf den Passiven als auch umgekehrt.

Vorbeugung und Schutz
Der beste Schutz vor HIV ist Safer Sex:
- Ficken nur mit Kondom und fettfreiem Gleitmittel (Fett macht normale Kondome durchlässig).
   Für jeden Partner ein neues Kondom verwenden.
- Kein Blut oder Sperma in Mund, Augen, andere Körperöffnungen oder offene Stellen gelangen lassen.

Diagnose und Behandlung
Eine HIV-Infektion wird durch eine Blutuntersuchung festgestellt (Antikörpernachweis und Bestätigungstest).
Durch die Kombination verschiedener Medikamente kann man das Virus bei den meisten Infizierten jahrelang in Schach halten. Diese Medikamente muss man wahrscheinlich lebenslang tagtäglich einnehmen; außerdem haben sie zum Teil erhebliche Langzeitfolgen.

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Die Infomationen stammen aus der Broschüre "Sexuell übertragbare Krankheiten" der Deutschen AIDS-Hilfe e. V.